Ein Reh schreibt Geschichte

Ein Reh schreibt Geschichte
Ein Reh schreibt Geschichte

BAMBI wird 1948 ins Leben gerufen. In einer Zeit, in der Resignation und Ruinen den Alltag bestimmen, machte das Reh den Menschen Mut. Ursprünglich war BAMBI ein Filmpreis, die Leser der „Filmrevue“ wählen ihren beliebtesten Leinwandstar. Als das Fernsehen begann, die Wohnzimmer zu erobern, wurde daraus auch eine Auszeichnung für TV-Stars. Die erste Preisträgerin war Marika Rökk, deren Tochter dem putzigen Reh seinen Namen gab: „Oh, das sieht ja aus wie ein Bambi“, rief sie bei seinem Anblick aus.

Die Medienwelt wuchs – und so wurde auch BAMBI Anfang der 80er-Jahre zum Medienpreis ausgeweitet. Das nationale wie internationale Star-Aufgebot ist in jedem Jahr riesig: Michael Jackson, Tom Cruise, Meg Ryan, Keanu Reeves und Eva Longoria waren bereits unter den Gästen. Hohen Besuch gab es bei der BAMBI-Verleihung 2005: Bill Clinton wurde mit dem Charity-BAMBI geehrt. 2006 ging das Reh in dieser Kategorie an Ihre Majestät Königin Sylvia von Schweden, 2007 erhielt Königin Rania von Jordanien den Ehren-Bambi für ihr soziales Engagement. Zu den großen Preisträgern des vergangenen Jahrzehnts gehörte auch Box-Legende Muhammad Ali, der 2003 Backstage mit Zaubertricks und Schattenboxen Entertainment-Qualitäten bewies. 1998 feierte das goldene Reh seinen 50. Geburtstag. Zu den Preisträgern der glanzvollen Gala in Karlsruhe gehörte Marika Rökk, die ihr Reh von 1948 mitgebracht hatte. Zum Sechzigsten zog es das Reh 2008 in seine Heimatstadt Offenburg, wo es besonders umjubelt wurde.

Optisch hat sich BAMBI, früher Keramik-, dann Bronze-Kitz, über die mehr als sechs Jahrzehnte nur leicht verändert: Zur Jahrtausendwende wurde das Design im Atelier der Kunstgießerei Strassacker im schwäbischen Süßen modernisiert. Und auch sonst bleibt sich das Reh treu – als Deutschlands wichtigster Medienpreis.

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