BAMBI 2020

Videobotschaft von Jens Spahn

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn beteiligt sich an der Aktion #BambihilftKindern und will gemeinsam mit der TRIBUTE TO BAMBI Stiftung auf Kinder in Not aufmerksam machen. In seinem Video-Statement sagt er:

„Die Corona-Pandemie verlangt jedem von uns viel ab. Wir alle müssen momentan auf Liebgewonnenes verzichten – vor allem, wenn es darum geht, gesellig zu sein, nah beieinander mit anderen zu sein. Das ist besonders für Kinder und Jugendliche echt eine harte Zeit. Sie sehnen sich nach dem unbeschwerten Leben vor Corona zurück und ich kann sie da nur zu gut verstehen. Diese Pandemie wirkt aber auch wie ein Brennglas für das, was wir als Gesellschaft doch zu selten in den öffentlichen Blick nehmen. Kinder, deren Leben schon vor dem Coronavirus durch Krankheit, Traumatisierung oder Gewalterfahrung auch in der eigenen Familie geprägt war. Die TRIBUTE TO BAMBI Stiftung macht darauf ab heute mit der Themenwoche #BambihilftKindern aufmerksam. Ich finde, das ist ein wichtiges Zeichen in dieser Pandemie.

Home Office und Quarantäne sind keine leichte Situation für Familien. Sie können zu Konflikten führen und oft auch zu beengten Situationen miteinander – zu der Frage: Was kommt jetzt zuerst? Zu Streit und Stress. Darum ist es wichtig, dass es Angebote gibt wie die Jugendnotmail. Ein Projekt, das Kindern und Jugendlichen bei Kummer und Sorgen ein offenes Ohr leiht und bei Problemen eben auch konkrete Hilfe anbietet, und Angebote macht. Seit Beginn der Pandemie wird es verstärkt genutzt. Das zeigt, wie wichtig solche Angebote sind. Auch Projekte, die Kinder aus benachteiligten Verhältnissen mit einer warmen Mahlzeit versorgen, Hausaufgaben unterstützen und sie auch emotional auffangen, wenn es echt mal wieder schwierig wird – solche Projekte helfen.

Durch die Pandemie ist es gar nicht so leicht, Angebote zu machen – vor allem diejenigen zu erreichen, die es erreichen soll. Umso mehr schätze ich das Engagement der Betreuerinnen und Betreuer, der Helferinnen und Helfer, die auch unter diesen schwierigen Umständen für die Kinder und Jugendlichen da sind – sei es per Video, bei digitalen Treffen oder mit regelmäßigen Anrufen.

Bei der Bekämpfung der Pandemie ist oft vom Schutz der Risikogruppen die Rede. Viele denken dabei zuerst an ältere Menschen. Aber auch viele Kinder und Jugendlichen gehören zum Beispiel aufgrund von Krankheit oder einer Behinderung zur Risikogruppe oder auch weil es zuhause eben echt schwer manchmal für einige Kinder sein kann – Gewalterfahrungen waren schon angesprochen. Sie sind zum Teil seit Monaten mit ihren Familien zuhause oder in ihren Einrichtungen, um sich so gut es geht vor einer Ansteckung zu schützen. In der Öffentlichkeit sind diese Kinder und Familien mit ihrer Situation nicht so gut sichtbar. Daher sind Projekte wie Kleine Helden e.V. oder IntensivLeben e.V., aber auch die Arbeit von Kinderhospizen so wichtig. Sie kümmern sich mit ihren Ehrenamtlichen trotz der Einschränkungen bestmöglich um pflegebedürftige Kinder und Jugendliche und sie sind für die Familien da. Es stimmt, diese Pandemie stellt uns auf eine Probe, aber sie zeigt auch, was wir als Gesellschaft schaffen können. Was in uns steckt, wenn wir aufeinander Acht geben und füreinander da sind. Ich danke allen Ehrenamtlichen und Unterstützern, die in dieser schwierigen Situation für andere da sind. Sie zeigen, jeder von uns kann ein Unterschied machen. Alles Gute und bleiben Sie gesund. Ihr Jens Spahn.“

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