Kategorie: BAMBI

Live vom Roten Teppich: Insides vom BAMBI-Reporter

Jochen Schropp mit Fans auf dem BAMBI Red Carpet © BrauerPhotos

Auch dieses Jahr, beim 70. BAMBI-Jubiläum, berichtet Schauspieler und Moderator Jochen Schropp wieder im Live-Stream vom Roten Teppich. Im Interview verrät er Fashion-Geheimnisse und Fauxpas der Stars, gibt Styling-Tipps und erklärt neueste Kuss-Trends.

Letztes Jahr trugen Sie beim BAMBI einen blauen Smoking von Hugo Boss mit weißem Hemd, Manschettenknöpfen und Fliege. Wie sieht Ihr BAMBI-Outfit 2018 aus?

Ich weiß noch nicht. Aber ich finde, auch als Mann darf man beim BAMBI etwas ausgefallener angezogen sein, solange es geschmackvoll bleibt. Etwas Farbe oder besondere Materialien sind da vollkommen okay. Klassisch schwarz ist die sichere Nummer, daher würde ich nur darauf zurückgreifen, wenn der Smoking richtig was hermacht. Tom Ford darf sich gerne bei mir melden (lacht).

Welche Accessoires sind Ihnen wichtig?

Wenn der Smoking aufregend genug ist, braucht es keine auffälligen Accessoires. Lustige Fliegen oder Socken finde ich da eher störend. Ich trage seit einigen Jahren eine Rolex Datejust 2, die wertet so ziemlich jedes Outfit auf, aber auch sie ist recht klassisch. Bei Manschettenknöpfen nehme ich immer die, die gerade in der Schachtel oben liegen…

Werden Ihnen für solche Events die Anzüge geliehen oder sind das Ihre eigenen? 

Ich besitze einige Smokings, aber wenn es etwas Besonderes sein soll, leihe ich sie mir für eine Veranstaltung. Ähnlich wie bei schönen Abendkleidern für die Frau kannst Du einen auffälligen Smoking eben auch nur einmal tragen.

Wie stylt man sich als Mann für so einen Anlass am besten? Und was ist ein modisches No-Go?   

Ich glaube, das kommt immer auf den Typ Mann an. Ich denke immer, dass ich mir auch dann noch in dem Smoking gefallen möchte, wenn ich mir die Fotos nach ein paar Jahren dazu angucke. Zu modisch möchte ich also nicht sein. Untergehen möchte ich aber natürlich auch nicht.

 

Jochen Schropp in seinem mittelblauen Smoking mit schwarzer Fliege © Eventpress

Welche Outfits finden Sie bei Frauen gut, oder nicht?

Auch das kommt immer auf die Frau an! Das rote Atelier Versace Kleid von Claudia Schiffer im letzten Jahr sah fantastisch an ihr aus und auch Iris Berben ist immer stilsicher. Keine Frau sollte beim BAMBI aussehen, als würde sie auf einen Abschlussball in der Provinz gehen!

Bei besonders sexy Kleidern machen Sie ja mal gerne freche Kommentare. Als Janin Ullmann letztes Jahr im Miu Miu-Dress mit Dekolletee bis zum Bauchnabel, auftauchte, sagten Sie: „Na das schreit nach Nippel-Blitzer“. Sind die Stars dann sauer?

Ach, was. Mit Janin verbindet mich eine jahrelange Freundschaft! Ihr Kleid sah bombastisch aus, aber die erste Frage, die mir in den Kopf schoss war: „Wie soll das nur halten?“ Wenn ich mich das frage, dann geht es den Zuschauern doch sicherlich auch so. Also wird gefragt (lacht). Und sie verriet das Geheimnis: doppelseitiges Klebeband.

Welche Styling-Tricks haben die Stars Ihnen sonst noch verraten?

Doppelseitiges Klebeband ist der heimliche Star beim BAMBI. Dicht gefolgt von Blasenpflaster. Aufwendigere Styling-Tricks haben mit „Einnähen“ zu tun. Allerdings sagen Frauen, die sich in ihr Kleid nähen lassen, dass sie nach der Party nicht alleine nach Hause können, weil sie ja auch irgendwie wieder aus dem Fummel rausmüssen. Ob das nur eine Ausrede ist, um die männliche Begleitung ins Hotel zu rechtfertigen? (lacht)

Wie funktioniert es technisch, dass Sie auf dem Roten Teppich wissen, welcher Star als Nächstes zu Ihnen kommt? Bekommen Sie Anweisungen über den Knopf im Ohr?

Wie haben eine Aufnahmeleiterin auf dem Teppich, die die Gäste anspricht. Im Vorfeld legen wir fest, wer Priorität hat, weil er oder sie Laudator*in oder vielleicht sogar Preisträger*in ist. Aber irgendwann verselbstständigt sich dann sowieso alles. Ich muss also immer flexibel bleiben!

Verrät der kleine „Mann im Ohr“ Ihnen auch, was die Stars gerade beruflich machen oder welchen Preis sie genau bekommen? Oder lernen Sie das vor so einem Event alles auswendig oder haben einen Spickzettel?

Wir haben Infos zu unseren Gästen vorbereitet, aber auf dem Roten Teppich schaffe ich es nicht mehr, da nochmal drauf zu gucken. Da ich wirklich jeden Tag „Exclusiv“ mit Frauke Ludowig gucke und mich auch sonst für Stars interessiere, habe ich was das angeht aber auch eine solide Allgemeinbildung und außerdem geht es ja auch um den Abend, also den BAMBI. „Was tragen Sie heute?“ geht natürlich immer, wird aber natürlich auch auf Dauer etwas eintönig.

 

Diane Kruger und Jochen Schropp © Hubert Burda Media

Wie bereiten Sie sich auf die Stars, die Sie interviewen vor?  

Ich kenne natürlich die Gästeliste. Es gibt Gäste, die ich besser kenne, und Stars, bei denen ich mich ein wenig einlesen muss. Das Gespräch wird umso besser, je mehr ich im Thema bin. Kein Star mag es, von jemanden interviewt zu werden, der keine Ahnung hat, wer man ist oder was man macht. Das hat ja auch mit Respekt zu tun.

Kennen Sie alle Stars, die kommen?  

In Zeiten der Social Media Stars sind auch immer mal Gäste dabei, die mir fremd sind. Im Sport könnte ich besser informiert sein und auch manche Influencer kenne ich nur bedingt. Insofern lerne ich in der Vorbereitung zum BAMBI Red Carpet auch immer etwas dazu! Mit anderen „Kollegen“ verbindet mich eine jahrelange Freundschaft, so dass es die Gespräche locker und diese für die Zuschauer persönlicher macht.

Auf welche Stars freuen Sie sich dieses Jahr besonders?

Auf Mark Foster und Dua Lipa! Marks Karriere verfolge ich seit Tag 1. Er ist nicht nur ein toller Künstler, sondern zudem auch noch extrem lustig. Er hat absolute Entertainer-Qualitäten, wie er als Juror bei „The Voice of Germany“ beweist. Dua Lipa ist musikalisch gerade auf dem Weg, Größen wie Lady Gaga oder Rita Ora den Rang abzulaufen. Eins eint sie: sie standen alle drei schon auf der BAMBI-Bühne! Dua Lipa ist eine Ausnahmekünstlerin, die perfekt zum BAMBI 2018 passt.

Welche der nominierten Serien mögen Sie am meisten, „Babylon Berlin“, „Bad Banks“ oder „Dark“?

Als Serienjunkie freue ich mich besonders über die Nominierung von „Bad Banks“, eine Serie, die ich verschlungen habe. Mutig fand ich die Besetzung: Paula Beer war einem breiten Publikum recht unbekannt, Desirée Nosbusch eher als Moderatorin bekannt. Christian Schwochow hatte bei beiden einen richtigen Riecher und sollte für dieses Meisterwerk belohnt werden!

Sind Sie vor den Interviews nervös, wenn große Stars neben Ihnen auf dem Roten Teppich stehen?

Nein, nervös bin ich nicht. Es sind ja auch nur Menschen. Die eigentliche Hürde sind die PR-Manager, nicht die Stars selber. Über Claudia Schiffer wurde mir beispielsweise gesagt, dass sie sofort weitergeht, wenn ich in diesem Moment nicht frei bin. Dann hat sie doch fünf Minuten in der Eiseskälte neben mir gewartet, weil meine Kollegin gerade ein Interview führte. Also haben wir ein bisschen gesmalltalkt und ich habe ihr mein Jackett angeboten. So waren wir sozusagen schon aufgewärmt als es losging.

Sie interviewen internationale Stars wie Hugh Jackman auch auf Englisch. Woher können Sie so gut Englisch?

Ich bin in Hessen aufgewachsen, wo es viele amerikanische Kasernen gab. Meine Eltern waren im deutsch-amerikanischen Freundschaftsclub, und ich konnte bereits ein wenig Englisch, bevor ich es in der Schule lernte. Auslandsaufenthalte, mein Schauspielstudium in England und vielleicht auch der ein oder andere ausländische Partner haben Englisch zu meiner zweiten Muttersprache gemacht (lacht).

Ist es Ihnen schon mal passiert, dass Sie einen Star nicht erkannt oder übersehen haben?

Sollte ich einen Star übersehen haben, dann lag es am blassen Outfit! Aber im Ernst, viele Stars sind kleiner als gedacht, da kann man in dem ganzen Gewusel auch mal jemanden übersehen, aber dafür habe ich ja ein Team um mich rum, dass die besten Stars zu mir bringt.

Was für ein Fauxpas ist Ihnen schon mal auf dem Roten Teppich passiert? 

Smokings sind tückisch. Ein Knopf eines gut sitzenden Hemdes ist einmal immer wieder aufgegangen – bei einer Frau wäre es ein Busenblitzer gewesen, bei mir sah man nur Fell (lacht). Am besten man geht offensiv damit um. Außerdem habe ich schon oft meine Manschettenknöpfe vergessen und habe meine Manschetten dann mit Haushaltsgummis oder Sicherheitsnadeln geschlossen. Und ich bin ein „Unter der Brust“-Schwitzer. Das ist natürlich im Blitzlichtgewitter unangenehm, wenn man Schweißflecken hat. Sie sehen, da ist einiges los!

Wie überspielen Sie kleine Moderations-Fehler? Sie haben Alicia Rittberg mal gesagt, dass sie mit Brad Pitt der „Vorleser“ gedreht hatte, was aber nicht stimmte…

Alicia hatte ich tatsächlich verwechselt – ich hatte an Vijessna Ferkic gedacht. Zum Glück ist Alicia eine dankbare Interview-Partnerin, die mir den Fehler nicht übel genommen hat. Andere Kolleginnen wären vielleicht zickig geworden. Ich habe mal ihren Geschichtslehrer in einem Fernsehfilm gespielt, da war sie 14. Daher kennen wir uns schon sehr lange. Es ist schön, dass ich mittlerweile so viele persönlichen Verbindungen zu vielen BAMBI-Gästen habe. Das macht das Ganze leichter und persönlicher! Ich habe das Gefühl, sie vertrauen mir.

Welche Stars kennen Sie so gut, dass Sie die mit Küsschen begrüßen?

Viele der Stars kenne ich schon jahrelang, mit Frauke Ludowig habe ich mir für die Moderation des Rosenballs eine Garderobe geteilt. Natürlich wird es dann auch mal kumpelhafter in den Begrüßungen. Nach ca. 17 Jahren im Geschäft merke ich relativ schnell, wie weit ich gehen kann, aber ein Begrüßungsküsschen hat noch niemandem geschadet.

Gibt es neue „Kuss-Trends“?

Ja: Luftküsse auf beide Wangen, damit man keine Make-up Flecken bekommt. Weil ich aber auch ein „Drücker“ bin, mache ich leider jedes Mal den Fehler, die Leute zu beherzt zu begrüßen und habe dann schon zu Beginn des Abends Make-up Flecken auf meinem Jackett. Darum sind Luftküsse eigentlich perfekt, auch wenn ich sie immer etwas albern finde. Ich muss mal ein ernstes Wörtchen mit der Beauty-Industrie sprechen, warum die Foundation nicht da bleibt, wo sie hingehört (lacht).

Was macht den Reiz der BAMBI-Verleihung für Sie aus?

Inspirierende Gäste, tolle Roben, leckeres Essen, pumpende Beats und gute Drinks… BAMBI ist nicht nur eine Verleihung oder eine Party, BAMBI ist ein Erlebnis, das man nicht missen möchte!

Wie viel Hollywood steckt im BAMBI?

Oh, eine ganze Menge! BAMBI ist glamourös und besonders im letzten Jahr mit dem Auftakt von Helene Fischer hatte das ganz viel Größe! Ich finde es toll, dass der BAMBI in den letzten Jahren jünger geworden ist – besonders die Auftritte der Musikstars machen mir sehr viel Spaß. Gepaart mit Auszeichnungen für besondere Leistungen und Helden des Alltags macht das einen perfekten Abend!

Die Verleihung dauert gut 3,5 Stunden…  Wie lange feiern Sie danach noch bei der BAMBI-Party? 

Oh, das kommt immer ganz darauf an, mit wem ich feiere. Ich war schon um eins zu Hause, habe aber auch noch um den letzten Shuttle gekämpft. Bei einem solchen Abend muss man sich treiben lassen!

Ihre Promi Big Brother-Moderation war das krasse Gegenteil zu BAMBI. Was lieben Sie privat im TV mehr? Glamour oder Trash?   

Ich mache da keine Unterschiede. In meinen Moderationen geht es immer um die Menschen. Ich bin interessiert daran, ein gutes, unterhaltsames, auch gerne tiefgründiges Gespräch zu führen. Das Tolle an meinem Beruf ist die Mischung und ich bin dankbar, dass ich nicht festgelegt werde. Dass ich seit mehreren Jahren Promi Big Brother und den BAMBI Red Carpet moderieren darf, zeigt mir, dass ich beides wohl ganz gut mache. Als Schauspieler und Serienkolumnist interessieren mich aber auch die Filme und Serien der Stars, die ich interviewe. Darum bin ich immer auf der Suche nach spannenden Serien, die mich in den Bann ziehen. Das können Produktionen wie „Sharp Objects“ mit Amy Adams sein, genauso wie deutsche Ausnahmeserien wie „Arthurs Gesetz“.

Hätten Sie auch gerne mal einen BAMBI? Wenn ja, in welcher Kategorie?

Wer würde „Nein“ zu einem BAMBI sagen, immerhin ist es eine der größten, wenn nicht sogar die größte Auszeichnung in Deutschland. Die Kategorie wäre mir dann auch egal (schmunzelt).

Jochen Schropp interviewte Rita Ora im Livestream© Clemens Porikys

Jochen Schropp moderiert auch in diesem Jahr den BAMBI Livestream © Hubert Burda Media

Im vergangenen Jahr gab Sam Smith Jochen Schropp ein Interview auf dem Red Carpet © Hubert Burda Media

Deborah Neufeld, Jochen Schropp, Rabea Schif und Oliver Fritz bei BAMBI 2016 © Brauer Photos

 

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