• Vom unschuldigen Rehkitz zum schillernden Star

    16. Oktober 2023
    BAMBI-Trophäen aus der Vergangenheit im Überblick

    2.500 g schwer, 28 cm hoch und 20 cm breit – Das ist sie, die BAMBI-Trophäe. Doch wie genau entsteht dieses filigrane Kunstwerk und wie hat es sich in den letzten 75 Jahren BAMBI-Geschichte verändert? 

    Seit 1948 werden Menschen mit Visionen und Kreativität, deren herausragende Erfolge und Leistungen sich im ablaufenden Jahr in den Medien widerspiegelten, mit dem BAMBI ausgezeichnet. Nicht nur das goldene Äußere des BAMBI reflektiert die Hochwertigkeit der Ehrung, sondern auch die viele Arbeit, die in der Trophäe selbst steckt. 

    Die Verwandlung des BAMBI 

    Im ländlichen Idyll der Schwäbischen Alb erblickt das Kitz das Licht der Welt. Die Geburtsstätte des BAMBI ist die Kunstgießerei Strassacker. Seit mehr als fünf Jahrzenten werden die Rehe hier in sorgfältiger Handarbeit gefertigt. Ganze 20 Arbeitsschritte sind nötig, um aus dem Ur-Modell einen goldglänzenden Star zu formen.  

    Die Verwandlung beginnt mit Silikon. Damit wird von dem BAMBI eine Negativ-Form angefertigt, in die dann grünes Spezialwachs gegossen wird. Noch recht grün hinter den Ohren kommt das erste Abbild des Rehkitzes hervor, wenn das Wachs abgekühlt und ausgehärtet ist. Die Wachsfigur wird mit einer Keramikmasse übergossen. Diese wird im Ofen gebrannt, damit eine feste Hülle entsteht, in der die hauseigene Gießerei die 1.250 Grad heiße, flüssige Bronze füllen kann. Doch so nackt kann das Bronze-BAMBI noch nicht auf die Bühne. Durch mindestens sechs Paar Hände wandert die Trophäe. Die Kunsthandwerker schweißen, löten, feilen und polieren die Kanten und Oberflächen, bis alle Details stimmen. Zuletzt wird das BAMBI noch zum Strahlen gebracht. Dafür geht es nach Pforzheim. Dort erhält die Trophäe sein galvanisches Goldbad, nach dem es im 18karätigen Gold erstrahlt. Der ganze Vorgang dauert knapp fünf Monate. Aber dann ist das BAMBI auch wirklich kussfest.  

    Eine modische Reise

    Und so wie die Stars sich den modischen Trends anpassen, so hat sich auch das BAMBI über die Jahre hinweg verändert. Bis 1957 kam die Trophäe in einem unschuldigen Weiß daher. Die damalige Statue war in weiße Majolika-Keramik gehüllt, welche allerdings sehr anfällig war. Aus diesem Grund entschloss man sich zu einer Bronzeskulptur des Bildhauers Emil Sutor.  

    Nach knapp 50 Jahren und mit dem neuen Jahrtausend erfand sich das BAMBI abermals neu. Kurtfritz Handel verhalf dem Preis zu einem neuen, filigraneren und moderneren Design. Damit das Reh nicht so allein steht, kam im Jahr 2006 ein funkelnder Sockel des Schmuckhauses Chopard hinzu. Egal ob Gold, Silber oder weiß – der BAMBI zeichnet schon seit Jahrzehnten die Größen der Medienwelt aus und wird dies auch noch lange tun.