Hollywood-Schauspielerin Goldie Hawn erhielt den BAMBI in der Kategorie „Film international“. Sie bedankte sich in einem herrlichen Deutsch-Englisch-Kauderwelsch.
Hollywood-Schauspielerin Goldie Hawn erhielt den BAMBI in der Kategorie „Film international“. Sie bedankte sich in einem herrlichen Deutsch-Englisch-Kauderwelsch.

Es war die letzte BAMBI-Verleihung des Jahrhunderts, die Verleger Hubert Burda im Berliner Stella Musical Theater eröffnete. Er erinnerte in seiner Rede an den geschichtsträchtigen Ort der Veranstaltung, den Potsdamer Platz. Zehn Jahre zuvor noch Niemandsland, 1999 Wahrzeichen des wiedervereinigten Deutschlands. Und BAMBI 1999 war auch die Nacht der schönen Frauen. Die Nacht einer Whitney Houston, einer Goldie Hawn, einer Claudia Schiffer (verliebt mit ihrem damals neuen Freund Tim Jefferies), einer Nadja Auermann (die auf der BAMBI-Gala sogar ihr Baby stillte) oder einer Laetitia Casta. Goldie Hawn dankte mit Herz und Humor in Englisch und Deutsch für ihren Film-BAMBI in der Sparte „Film International“.

Die US-Sängerin Whitney Houston wurde für ihre 20-jährige Karriere der Preis in der Sparte „Pop International“ von Pate Harald Juhnke verliehen. Houstons Kollegin Celine Dion bekam einen BAMBI für die „erfolgreichste Single der letzten 50 Jahre“: Ihr „Titanic“-Welthit „My Heart Will Go On“ wurde bis 1999 16 Millionen Mal verkauft! Von diesen Zahlen konnte der deutsche Sänger und Teeniestar Sasha auch 1999 nur träumen! Nichtsdestotrotz reichte es für Herrn Schmitz mit seinem Hit-Album „Dedicated to…“ für einen BAMBI in der Rubrik „Pop National“. Ganz bescheiden gab sich der Shooting-Star im Interview und erzählte, dass er in einer Mini-Wohnung in Dortmund lebe – und deshalb gar nicht wüsste, wo er den BAMBI hinstellen solle: „Ich will seit Monaten ausziehen.“ Dass er 1999 nach einer neuen Bleibe suchte, hatte auch etwas mit den Fans zu tun, die Sashas Wohnung belagerten: „Die Nachbarn sind verärgert, weil der ganze Hausflur mit Sprüchen verschmiert ist.“

Standing Ovations gab es für Box-Legende Max Schmeling, der mit einem „Millennium-BAMBI“ ausgezeichnet wurde. Schmeling grüßte allerdings nur per Video nach Berlin – ihm war das goldene Reh schon vorab von Henry Maske in Hamburg überreicht worden. Stehenden Beifall gab es auch für die Charity-Preisträger 1999, die Augsburger Hundestaffel, die Erdbebenopfer in der Türkei gerettet hatte. Nachdenklich auch das Thema des „Fernseh-BAMBIS“ 1999: Für den Film „Liebe und weitere Katastrophen“ bekamen die Hauptdarsteller Senta Berger, Friedrich von Thun und Rolf Brederlow einen BAMBI. In dem ARD-Vierteiler spielte Berger die Mutter eines am Down-Syndrom leidenden Kindes (Brederlow). Pate Mario Adorf war fasziniert von dem am Down-Syndrom leidenden und doch so glücklichen Bobby Brederlow, der lachend verriet: „Heute Nacht schlafe ich mit dem BAMBI.“

Ein Sieger-Lächeln, nein, ein Sieger-Strahlen, bekamen die Besucher auch von „BAMBI-Shooting-Star“ Laetitia Casta (21). Das Supermodel (Oberweite 88 cm, Taille 60 cm, Hüfte 88 cm) hatte bereits im Vorfeld euphorisch auf die Auszeichnung reagiert: „Das ist ja ein Traum! Ich hätte nie gedacht, dass ich in Deutschland so populär bin. Ich werde den BAMBI in unserem Haus auf Korsika so ins Regal stellen, dass ich die Figur immer sehe, wenn ich aufs Meer blicke.“ Weitere BAMBIS gingen 1999 unter anderem an Udo Jürgens (Ehren-BAMBI), den Pariser Modemacher Jean Paul Gaultier (Kundschaft von Boy George über Nina Hagen bis hin zu Madonna), an Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen, die ZDF-Moderatorin Petra Gerster und die ehemalige SWF-3-Moderatorin Anke Engelke, die 1999 mit der „Sat.1- Wochenshow“ die deutschen Fernsehzuschauer begeisterte.

Text: Rüdiger Klausmann

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