BAMBI-Sieger (v. l.): Michael Lumley, Wolfgang Rademann, Joachim Fuchsberger, Otto Waalkes, Patrick Bach, Linda Gray, Antje Schaeffer-Kühnemann und Eliska Balzerova
BAMBI-Sieger (v. l.): Michael Lumley, Wolfgang Rademann, Joachim Fuchsberger, Otto Waalkes, Patrick Bach, Linda Gray, Antje Schaeffer-Kühnemann und Eliska Balzerova (c)W.Rabanus

„Ik spreken serr wenig deutsch, aber ik danke serr for BAMBI“, radebrechte „Dallas“-Star Linda Gray und presste den goldenen BAMBI stolz an ihr tief ausgeschnittenes Dekolleté. Die hübsche „Sue Ellen“ aus „Dallas“ – als „Serie des Jahres“ ausgezeichnet – war der unbestrittene Star des Abends bei der 34. BAMBI- Verleihung in Münchens „Kay’s Bistro“ (der Austragungsort der Gala stimmt wirklich!). Überrascht war die 39-jährige Schauspielerin, als sie Ausschnitte aus „Dallas“ zu sehen bekam und erstmals ihre deutsche Synchronstimme hörte: „Die Stimme ist toll, viel besser als meine eigene.“ Grays Synchronsprecherin war übrigens Rita Engelmann.

Erstmals wurde am 26. März 1982 ein Video-BAMBI verliehen. Wie BILD UND FUNK Chefredakteur Günter van Waasen meinte, „um der stürmischen Entwicklung dieses Mediums Rechnung zu tragen“. Den ersten Video-BAMBI bekam übrigens der ostfriesische Komiker Otto Waalkes, der als Erster bei der Produktion seiner Fernsehshows die Videotechnik anwendete. Und wie es seine Art war, bedankte sich Otto in angemessener Form – genauer gesagt in Versform: „Dein Leben ist dir nur gelieh’n, du sollst daraus nicht Vorteil zieh’n, du sollst es stets dem andern leih’n und der kannst du nicht selber sein. Der andere, das bin ich, mein Lieber, nun komm schon mit dem BAMBI rüber!“ Der BAMBI kam rüber – überreicht von Günter van Waasen, der auch einen 14- Jährigen auszeichnete: Patrick Bach für seine Serie „Silas“. Bach fühlte sich unter all den gestandenen Kollegen sichtlich wohl, sagte aber auf die Frage, was er später werden wolle: „Ich weiß noch nicht so recht, nur Schauspieler werde ich auf keinen Fall.“ So kann man sich täuschen.

Weitere BAMBIS gingen an Stefan Heym (für die Verfilmung seines Romans „Collin“), an den TV-Produzenten Wolfgang Rademann („Das Traumschiff“) und an „Blacky“ Fuchsberger für „Auf los geht’s los“ – übrigens einer der vielen TV-Hits unter der Regie von Senator Franz Burdas Offenburger Neffen Dieter Pröttel – Anfang der 70er-Jahre auch Chefredakteur der BILD UND FUNK.

Text: Rüdiger Klausmann

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