Star der BAMBI-Verleihung im Mai 1984 (für das Jahr 1983): Pamela Sue Martin, Schauspielerin aus der US-Serie "Der Denver-Clan".
Star der BAMBI-Verleihung im Mai 1984 (für das Jahr 1983): Pamela Sue Martin, Schauspielerin aus der US-Serie „Der Denver-Clan“. (c)Hubert Burda Media/ Archiv

„Dallas oder „Denver-Clan“ – in den 80er-Jahren war diese Frage für viele Fans der amerikanischen Erfolgsserien eine echte Glaubensfrage. Für BAMBI aber nicht. Nach BAMBIS für die „Dallas“-Stars Linda Gray (1981) und Larry Hagman (1982) gab es für das Fernsehjahr 1983 ein „Denver“-Reh. Und Star des Abends mit 306 geladenen Gästen im neuen Burda-Verlagszentrum in München war „Fallon“ Pamela Sue Martin. Und als Lothar Strobach (Chefredaktion BUNTE) und Günter van Waasen (Chefredakteur BILD UND FUNK) dem US-Star das goldene Reh überreichten, war Pamela Sue Martin begeistert: „Der ist ja viel schöner als ein Hollywood-Oscar.“ Und später gestand sie: „Das ist der allererste Preis in meinem Leben.“ Worauf Manuel Roja, Pamelas Ehemann, die Stirn runzelte: „Na, und was ist mit mir?“

Auch sonst gab es viele Lobeshymnen und natürlich Klatsch und Tratsch. Gitte Haenning, die mit zwei Stimmen (!) Vorsprung von den BILD UND FUNK Lesern zur beliebtesten Sängerin vor Nena („99 Luftballons“) gewählt wurde, nutzte die Veranstaltung, um mit den Machern der Programmzeitschrift über ihre Titelfotos zu reden: „Ich kann machen, was ich will, ich sehe immer zu brav aus.“ Seinen zweiten BAMBI nach 1962 (dort noch als bester Nachwuchsstar) holte sich Schauspieler Götz George für seine „Tatort“-Rolle als Duisburger Kommissar Horst Schimanski. „Der Schimanski, den ich spiele, ist eine Figur, die zur Diskussion reizt. Und so soll es bleiben. Der BAMBI wird mir dabei helfen.“ Nach der Verleihung sah man George lange mit Schnulzen- Komponist Ralph Siegel reden – die beiden sind alte Berliner Sandkastenfreunde! Denn die Mutter von Siegel ist die Patin von Götz George. Bei der Wahl des beliebtesten Schauspielpaares in einer der großen Familienserien des Jahres 1983 siegten Thekla Carola Wied und Peter Weck mit „Ich heirate eine Familie“ vor Uschi Glas und Elmar Wepper („Unsere schönsten Jahre“). Weck war begeistert über die Wahl: „30 Schauspielerjahre musste ich ohne Preis auskommen, umso mehr freue ich mich über den BAMBI.“

Fast schon traditionell erhielten auch ein Sportler (der Biathlet Peter Angerer) und ein Politiker (der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Bernhard Vogel) einen BAMBI. Vogel wurde übrigens als „Wegbereiter für neue Medien“ ausgezeichnet und fand an dem BAMBI-Abend rund ein Dutzend Politiker-Kollegen, mit denen er eifrig die damals aktuellen Themen diskutierte: Parteispenden-Amnestie, 35-Stunden-Woche, Europaratswahlen und Kabelfernsehen. Übrigens: Der Burda-Verlag zeichnete unter der Regie von Franz Burdas Neffen Dieter Pröttel die BAMBI-Verleihung für die neue, unternehmenseigene Fernsehproduktionsgesellschaft PAN-TV auf.

Text: Rüdiger Klausmann

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