Auch später noch BAMBI-verbunden: Rekordpreisträgerin Maria Schell mit ihrem Bruder Maximilan
Auch später noch BAMBI-verbunden: Rekordpreisträgerin Maria Schell mit ihrem Bruder Maximilan

Maria Schell ist eine der Rekord-BAMBI-Siegerinnen. Achtmal gewann sie den Preis – zum ersten Mal 1951. Sie verwies bei der Leser-Wahl der „Film- und Mode-Revue“ die Vorjahressiegerin Sonja Ziemann auf Platz zwei. Dritte wurde Marika Rökk. 1951 stand die 25-jährige Maria Schell trotz des BAMBI-Triumphes noch ganz am Anfang ihrer großen Karriere. Maria Schell wuchs in Österreich auf (Tochter eines Schweizer Schriftstellers und einer Wiener Schauspielerin) und flüchtete mit der Familie 1938 nach Zürich. Eine begonnene kaufmännische Ausbildung brach Schell ab, als ihr Talent von Sigfrit Steiner entdeckt wurde und sie 1942 eine Filmrolle an der Seite von Heinrich Gretler im Film „Steinbruch“ erhielt.

Damals noch unter dem Namen Gritli Schell spielte sie ohne spezielle Ausbildung, nahm danach erstmals Schauspielunterricht und erhielt mehrere Theaterengagements. Ab 1948 wandte sie sich wieder dem Film zu und bekam 1949 in „Der Engel mit der Posaune“ ihre erste Hauptrolle. Mit dem Film „Es kommt ein Tag“ an der Seite von Dieter Borsche (damals 42) spielte sie sich 1950 erstmals in die Herzen der Deutschen. Das Paar Schell/Borsche überzeugte auch 1951 in „Dr. Holl – Die Geschichte einer großen Liebe“.

Kein Wunder, dass nicht nur Schell, sondern auch Borsche zu den Lieblingsstars der Deutschen gekürt wurde. Durch Borsches Sieg verpasste bei den Männern Rudolf Prack den BAMBI-Hattrick knapp. Er landete auf Platz zwei. Dritter wurde wieder einmal Johannes Heesters. Bei den ausländischen Stars hatte die Jugend dieses Mal das Nachsehen. Die 23-jährige Vorjahressiegerin Jean Simmons musste sich Ingrid Bergman geschlagen geben. Bei den Männern lag Errol Flynn vor Tyrone Power und dem zweimaligen BAMBI-Sieger Stewart Granger. Flynn war sogar 1951 bereits am Ende seiner Karriere. Seine Zeit als Star des amerikanischen Kinogiganten Warner Bros endete 1953 mit dem Film „Der Freibeuter“. Flynn war die ihm angebotenen Mantel- und Degen- oder gar Western-Filmrollen und sein Image als „Swashbuckler“ (Aufschneider) leid. Er starb 1959 an den Folgen eines Herzanfalls.

Text: Rüdiger Klausmann

Notice: Undefined index: privacy_opt_in in /var/app/current/wp-content/themes/bambi2018/inc/helper.php on line 251