Strahlende BAMBI-Siegerinnen: Ruth Leuwerik und die Nachwuchsschauspielerin Sabine Sinjen
Strahlende BAMBI-Siegerinnen: Ruth Leuwerik und die Nachwuchsschauspielerin Sabine Sinjen (c)BUNTE

Die BAMBI-Familie bekam 1958 Zuwachs. Bislang wurden die BAMBIS von den Lesern der „Filmrevue“ in vier Kategorien vergeben. Dazu kam noch ein BAMBI für den „künstlerisch wertvollsten Film des Jahres“, den 100 Filmkritiker Jahr für Jahr auswählten. 1958 kamen zwei weitere BAMBIS für Nachwuchsschauspieler neu hinzu. Die ersten Preisträger dieser Leser-Wahl der Zeitschrift „Film-Journal“ (eine Schwesterzeitschrift der „Film-Revue“) waren Sabine Sinjen und Hans-Jörg Felmy.

Bei den traditionellen BAMBIS für die Lieblingsschauspieler im In- und Ausland (knapp 175.000 Leser beteiligten sich) lag Gina Lollobrigida zum dritten Mal nacheinander an der Spitze. Sie schlug Audrey Hepburn und Brigitte Bardot. Bei den männlichen Ausland-Stars siegte erstmals Tony Curtis vor Rock Hudson und Jean Marais. Und die deutschen Lieblinge? Hier gab es ein Comeback der Sieger von 1953: O.W. Fischer und Ruth Leuwerik schafften es nach fünf Jahren wieder gemeinsam auf den BAMBI-Thron und verwiesen Horst Buchholz und Liselotte Pulver auf die zweiten Plätze. Das äußere Bild der BAMBI-Feier in der Karlsruher Schwarzwaldhalle war Ende der fünfziger Jahre schon gute, alte Tradition: schmetternde Fanfaren, die BAMBI-Festouverture von Franz Grothe, die Festrede des „Film-Revue“-Chefredakteurs Harald Gloth und die Verleihung der Auszeichnungen durch Verleger Karl Fritz. Leider war es auch Tradition, dass die Hollywood-Stars – in diesem Jahr Tony Curtis – erneut die Feier schwänzten.

Gina Lollobrigida war dies völlig egal, für sie war der BAMBI „das schönste Fest der Welt.“ Und Gina Lollobrigida sicher eine der sympathischsten Stars des Abends: Einem kleinen Kind, das artig vor der großen Gina knickste, schenkte sie eine Rose aus ihrem Bukett und der Nachwuchsschauspielerin Sabine Sinjen gab Lollobrigida ein Autogramm – auf den Gips, den Sinjen bei der BAMBI-Verleihung am Fuß tragen musste. Obwohl er 1958 nur auf dem zweiten Platz landete, war Horst Buchholz nach Karlsruhe gereist und zeigte sich an der Seite seiner jungen Ehefrau Myriam Bru „unzertrennlich und frisch verliebt“, wie die Redakteure der „Film-Revue“ beobachteten.

Text: Rüdiger Klausmann

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